Sonne  

Eigene Beobachtung

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Die Sonne im Fernrohr bei 50×.

Wann: Immer, wenn die Sonne über dem Horizont steht.

Wo: Überall, wo die Sonne über dem Horizont steht.

Wie: Niemals ohne sicheren Filter in die Sonne blicken! CDs, Schweißerbrillen, Sonnenbrillen, Rettungsfolien u.a. besitzen keinen Schutz vor UV-Strahlung, es besteht die akute Gefahr von Augenschäden! Für das bloße Auge ist eine Sonnenfinsternisbrille am besten geeignet, damit kann man sehr große Sonnenflecken sehen. Fast immer sind Flecken im Fernglas oder Teleskop zu sehen. Diese sollten unbedingt mit einer speziellen Filterfolie mit CE-Zeichen verwendet werden.

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Anblick einer Sonnenfinsternis im Fernglas.

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Die Sonne

Eine Einführung für Hobby-Astronomen

Alles zu unserem Stern und seiner Beobachtung. Mit ausführlicher Filterkunde

240 Seiten, Softcover, 24cm × 17cm, durchgehend farbig, ISBN 978-3-938469-68-2, Januar 2014 (2. aktualisierte Auflage), 24,90 Euro

    

Die Sonne ist ein Stern. Sie bildet den Hauptkörper unseres Planetensystems, das deshalb auch Sonnensystem heißt. 330000 Erdmassen ist die Sonne schwer, ihr Durchmesser entspricht 110 Erddurchmessern. Das kennzeichnende Merkmal der Stern-Natur der Sonne ist die eigene Energieproduktion durch Kernfusion im Zentrum. Dabei werden Wasserstoffatome zu Heliumkernen verschmolzen, wobei Energie frei wird. Die Sonne ist ein recht durchschnittlicher Stern, was Größe, Masse und Leuchtkraft betrifft. Sie strahlt bereits 5 Milliarden Jahre, und etwa ebenso lang wird ihr Energievorrat noch ausreichen.

Die Sonne ist einem Aktivitätszyklus unterworfen – nach diesem Zyklus verändert sich die Anzahl und Intensität von bestimmten Erscheinungen der Sonne. Dieser Aktivitätswechsel wird durch das Magnetfeld der Sonne bestimmt, das alle 11 Jahre seine Polarität umkehrt. Dadurch variiert u.a. das Auftreten von Sonnenflecken mit einer Periode von etwa 11 Jahren. Die dunklen Sonnenflecken sind um etwa 1000°C kühlere Stellen auf der Sonnenoberfläche, die auch als Photosphäre bezeichnet wird. Hier treten Magnetfeldlinien dicht gebündelt aus. Sonnenflecken verändern sich stündlich und existieren von einigen Stunden bis zu mehreren Monaten. Die Sonnenflecken treten gehäuft in Gruppen auf. Oft wird eine Gruppe von einem großen Fleck dominiert, oder zwei größere Flecken stehen jeweils am Rand der gemeinsamen Gruppe.

Sonnenfinsternis

Wenn der Mond bei Neumond genau zwischen Erde und Sonne steht, müsste er uns eigentlich das Sonnenlicht nehmen. Da aber die Mondbahn etwas gegen die Erdbahn geneigt ist, finden Sonnenfinsternisse nur sehr selten statt. Meistens verfehlt die Erde den Schattenkegel des Mondes und wandert oberhalb oder unterhalb vorbei. Weil der Schattenkegel des Mondes viel kleiner ist als der der Erde, und die Erdoberfläche gerade so erreicht, sind Totale Sonnenfinsternisse an einem bestimmen Ort auf der Erde sehr viel seltener als Totale Mondfinsternisse. Deckt der Mond die Sonne komplett ab, spricht man von einer Totalen Sonnenfinsternis. Sie ist das vielleicht spektakulärste Himmelsphänomen überhaupt. Schlagartig wird es dunkel, die hellsten Sterne sind zu sehen. Nur wenige Minuten dauert diese Dunkelheit mitten am Tag.

Bedeckt der Mond die Sonne nicht ganz, wird das Partielle Sonnenfinsternis genannt. Totale Sonnenfinsternisse beginnen und enden jeweils mit partiellen Phasen. Partielle Finsternisse sind auch bei uns regelmäßig zu sehen, die nächste am Vormittag des 20. März 2015. Auf eine Totale Sonnenfinsternis muss man jedoch in Deutschland bis zum Jahr 2081 warten.

 
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