Fernglas  

Buchempfehlung

Fern-Seher

Ferngläser für Astronomie und ­Naturbeobachtung

Alles zur Technik und Auswahl von Ferngläsern, mit einem großen Teil an Beobachtungsempfehlungen

192 Seiten, Spiralbindung, 21cm × 14,8cm, durchgehend farbig, ISBN 978-3-938469-28-6, Oktober 2009 (1. Auflage), 14,90 Euro

Ein Fernglas ist ein ideales astronomisches Instrument und für viele Beobachtungen besser geeignet als ein Teleskop. Es ist in vielen Haushalten schon vorhanden – falls nicht: Billigmodelle gibt es bereits ab 20 Euro, gute Gläser ab etwa 200 Euro zu kaufen. Der große Vorteil des Fernglases: Es ist schnell zur Hand, leicht transportierbar und immer dabei, wenn man es braucht. Das große Gesichtsfeld macht es zudem leicht, Objekte am Himmel auch zu finden.

Auf jedem Fernglas sind zwei Kenngrößen vermerkt: Die Vergrößerung und die Öffnung, also der Durchmesser der Objektivlinsen. 8×30 bedeutet also, dass das Glas Mond und Planeten 8 Mal so groß wie mit bloßem Auge zeigt, und zwei Frontlinsen mit je 30mm Durchmesser besitzt.

Für die Himmelsbeobachtung ist der Durchmesser, meist »Öffnung«, genannt, besonders wichtig, denn er bestimmt wieviel Licht im Auge des Beobachters ankommt. Ein 30mm-Fernglas sammelt ca. 130 Mal soviel Licht wie das menschliche Auge. Bei einem 50mm-Glas sind es schon 350 Mal so viel! Auf den ersten Blick mag ein Fernglas mit besonders hoher Vergrößerung wünschenswert sein. Bei Ferngläsern ist jedoch weniger oft mehr, denn das Zittern der Hände, die das Fernglas halten, wird mitvergrößert. Mehr als 10-fache Vergrößerung lässt sich kaum mehr stabil halten. Für höher vergrößernde Gläser sollte man sich deshalb unbedingt ein (Foto-)Stativ besorgen.

Viele astronomische Objekte sind sehr klein und lichtschwach. Deshalb ist eine gute Qualität des Instruments wichtig. Dazu zählt die sogenannte Vergütung: Diese Beläge auf den Linsen erhöhen die Lichtdurchlässigkeit. Billige Gläser haben keine oder rot schimmernde Beläge, teure Vergütungen schimmern eher grünlich. Auch Farbfehler sollte ein Fernglas nicht aufweisen: Diese Farbsäume sind besonders bei harten Kontrasten, z.B. eine Antenne gegen den hellen Taghimmel, zu erkennen. Wichtig ist auch, dass das Fernglas nicht zu schwer ist, sonst ermüden die Hände schnell. Es gibt heute auch Instrumente mit elektronischer Bildstabilisierung, die das Zittern der Hände ausgleichen – allerdings für keinen geringen Preis.

 
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